Dienstag, 17. März 2009

Mallorca - Wahre Geschichte vom Leiden ...

Erstens kommt es anders und zweitens ... Aus dem kurzfristig geplantem Trainingslager wurde ein Sporturlaub.

An den ersten beiden Tagen war noch alles prima! Das Leihrad von www.wheelssport.com war gut vorbereitet. Bei der Reservierung über das Internet gab ich wie gefordert, meine Körperdaten, also Größe und Sitzhöhe, an.

Das Rad vor Ort kurz gechecked. Erster Eindruck: Super! Nicht das neuste Modell, aber das Specialized Allez war mit neuen Reifen, neuen Bremsbelägen, neuem Lenkerband und neuer Kette ausgestattet. Reicht doch! Höhe scheint auch zu stimmen (Fehler Nr. 1), aber ich fühlte mich etwas zu kompakt beim Aufsitzen (Also Sattel nach hinten geschoben und damit Fehler Nr.2 begangen).

Am ersten Tag erstmal zum Akklimatisieren 85 km flach. Flach heißt auf Mallorca hügelig und oft auch windig.

Der zweite Tag ebenfalls "flach" mit 119 km. Hatte zweimal eine gut laufende Gruppe und war mit einem 29er Schnitt recht entspannt wieder im Hotel.

Tag 3 (Tag der Ernüchterung): Nach 80 km saß ich in Bunyola auf dem Marktplatz und fühlte mich nach den 500 Höhenmeter zum Passo Orient überhaupt nicht gefordert. Hatte mich an einem einheimischen Radsportler geheftet und fuhr im G2-Bereich recht locker mit.

Den Plan, die gute Tagesform zu nutzen und Passo Sóller und zu den Stauseeen auf 900 Meter zu fahren, verwarf ich und hob mir die Königsettappe für den zweiten Block auf.

Gut so, denn auf der Abfahrt in Richtung 'Santa Maria del Camí' zwickte es erst am rechten Knie, dann tat es weh und schon bald konnte man von fiesen Schmerzen sprechen.

So ein (T'schuldigung) Scheiß ! Das Hotel in Alcudia war fast 50 km entfernt und der Schmerz wurde teilweise so unerträglich, dass ich nur einbeinig fahren konnte. Irgendwie habe ich es dann zum Hotel geschafft und mir in der Apotheke gleich eine Schmerzsalbe gekauft.

Aus dem vierten Tag wurde ein Ruhetag. Ich habe dann mein Rad inspiziert und festgestellt, dass ich wohl doch zu hoch und zu weit hinten saß. Die Korrekturen nahm ich vor, aber der Schmerz blieb.

Tag fünf endete nach 20 km. Schmerzen am rechten Knie! Plan B wurde aktiviert. Laufen! Ich lief eine ausgeschilderte Laufrunde in Richtung Porto Pollenca und war nach rund 18 km und 1:36 Std. wieder im Boccaccio. Laufen ging völlig ohne Knieschmerzen!

Am Tag 6 wurden es dann 66 Radkilometer aber das Knie tat wieder weh. Gelaufen bin ich dann etwa 12 Kilometer im luftigen Shirt und habe mir eine Rippenfellentzündung zugezogen.

Am letzten Tag, dem Tag Nr. 7 habe ich dann pausiert und die 17 Grad warme Sonne, die an allen Tagen zu sehen war, mir auf den Bauch scheinen lassen.

Jetzt bin ich 40 und in Bezug auf Sitzposition etwas weiser. Da ich keine 39 mehr bin, werde ich auch etwas mehr auf meine Gesundheit achten :-)

Ach ja! Schöner Sporturlaub war's !

Kommentare:

redrace hat gesagt…

HUHU
Welcome back! Aber das hört sich nicht wirklich gut an. Jetzt kurier dich erstmal aus und dann sehen wir uns bei einem der nächsten Rennen! Alter Mann :-) :-)

XCRacer hat gesagt…

I am back for the attack. Bereit zum Sprung wie ein Panther !!!

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Blog - Beschreibung

Tourenberichte und GPS-Daten. Mountainbiken ab Kreuzau bei Düren. Auf und ab um das Rurtal von Nideggen bis Heimbach und über den Rursee bis in das Kalltal. Der Mausauel bei Obermaubach ist ebenso Station für unsere MTBs, wie die Felsentrails entlang der Bundsandsteinfelsen. Ob gemütliche Touren oder technisch und leicht freeridelastig. Wir Mountainbiken alles. MTB total. Trail auf, Trail ab.

Natürlich auch Berichte zum Thema Laufen in der Rureifel, Volksläufe, Wettkämpfe. Alles zum Thema Running, Trailrunnig, Joggen, usw.